Das Fest wurde vom Schulamt der Erzdiözese Wien organisiert. Dabei hatten die Kinder die Gelegenheit, den Stadtpatron von Wien besser kennen zu lernen. Ein eigens erstelltes Arbeitsheft mit der Geschichte des Heiligen, Rätseln und dem Rezept für das Klemensweckerl, begleitete die Schülerinnen und Schüler durch den Tag.
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Klemens Maria Hofbauer wurde am 26. Dezember 1751 als Kind armer Eltern in Tasswitz bei Znaim geboren. Er hatte elf Geschwister. Sein Vater starb als er sechs Jahre alt war. Er wurde Ministrant und hatte den Wunsch Priester zu werden. Das war aber aus finanziellen Gründen nicht möglich, daher machte er eine Bäckerslehre, um sich das Geld für das Studium zu verdienen.
1784 trat er in den Redemptoristenorden in Italien ein und wurde 1785 zum Priester geweiht. Danach erhielt er den Auftrag in Österreich ein Kloster zu gründen. Kaiser Josef II. wollte davon jedoch nichts wissen und Klemens wurde von seinem Orden nach Polen geschickt, wo er das geistliche Zentrum St. Benno aufbaute. Er setzte sich ganz besonders für Kinder, Waisen und Arme ein. Nach 20 Jahren ging er nach Wien und wurde Kirchenrektor in St. Ursula. Er erhielt den Ehrentitel „Apostel von Wien“. Am 15. März 1820 starb Klemens Maria Hofbauer in Wien. 1909 wurde er heiliggesprochen und 1914 zum zweiten Stadtpatron von Wien ernannt.
In 12 verschiedenen Spielstationen konnten die Schülerinnen und Schüler Episoden aus dem Leben des heiligen Klemens noch einmal durchspielen, hören und gestalten. Hier eine kleine Auswahl der Inhalte:
Beim Gottesdienst im Stephansdom feierte Generalvikar Nikolaus Krasa mit den Schülerinnen und Schülern, Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorgern, Pater Dominic O’Toole (Kirchenrektor der Redemptoristen von Maria am Gestade) und Dompfarrer Toni Faber. Die Lebensgeschichte des Heiligen Klemens wurde für alle greifbar und mit einer großen Schatzkiste visualisiert. Bei der Predigt berechnete Generalvikar Krasa gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern, wie viele Kilometer der Heilige Klemens (großteils zu Fuß) unterwegs war und wünschte allen, dass sie täglich erfahren, dass Jesus auch mit ihnen unterwegs ist. Einen der prägenden Sätze des Wiener Stadtpatrons legte der Generalvikar dann auch symbolisch als fünften Schatz in die große Schatzkiste vor dem Altar: „Nur Mut, Gott lenkt alles!“
Zur Stärkung erhielten alle Teilnehmenden im Arkadenhof des erzbischöflichen Palais ein Klemensweckerl aus der Bäckerei Grimm.
Andrea Pinz, Leiterin des Schulamts, freute sich über die engagierte Teilnahme der Schülerinnen und Schüler: „Die Kinder unserer diözesanen Volksschulen sind eng mit dem Wiener Stadtpatron verbunden. Sie denken über seinen Weg mit Gott nach, sie versetzen sich in Situationen, die ihm bedeutsam waren, und sie spüren seinen Haltungen nach, dem Suchen, dem Zürnen, seiner Hingabe. All das fließt in das Klemensfest ein, das ist Lernen in seinem besten Sinn.“