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23.10.2023

"72 Stunden ohne Kompromiss": Katholische Jugend zieht Positiv-Bilanz

Die Jugendsozialaktion fand heuer vom 18. bis 21. Oktober unter dem Motto "Be the change" statt. Caritas-Präsident Landau: "Bin überzeugt, dass diese Generation viel Positives zu einer guten Gegenwart und Zukunft beiträgt".

Eine Positiv-Bilanz zur heurigen österreichweiten Jugendsozialaktion "72 Stunden ohne Kompromiss" hat die Katholische Jugend Österreich (KJ) am Samstag gezogen: "Die Welt verändern, einen Beitrag leisten und dort anpacken, wo es gerade am meisten gebraucht wird" - mit diesem Anspruch haben sich zwischen 18. und 21. Oktober zigtausende junge Menschen als "Botschafter*innen für Solidarität und soziales Engagement" engagiert, teilte die KJ mit: "Mit dem elften Durchgang von Österreichs größter Jugendsozialaktion bewiesen die jungen Menschen, dass sie gemeinsam Großartiges bewegen, sich kompromisslos für andere einsetzen und echte Veränderung bewirken können". Die Aktion stand heuer unter dem Motto "Be the change".

 

 

Caritas-Präsident Michael Landau dankte den Jugendlichen für ihren Einsatz. "Ich bin überzeugt davon, dass diese Generation mit kreativen und innovativen Ideen und voller Tatendrang viel Positives zu einer guten Gegenwart und Zukunft beiträgt", freute sich der Caritas Präsident.

 

"Trotz der vollen Terminkalender und all den dazugehörigen Vorbereitungen haben tausende junge Menschen während der Jugendsozialaktion gezeigt, dass sie dazu bereit sind, zu helfen und sich für ein starkes Miteinander und positive Veränderungen einzusetzen", freute sich auch der ehrenamtliche KJ-Vorsitzende Tobias Kirschner. "Ich bin stolz auf alle Teilnehmenden und auf das, was wir in 72 Stunden gemeinsam geschafft haben. Zu sehen, dass so viele junge, motivierte Menschen sich unermüdlich engagieren und so viele weitere Personen im Hintergrund mitgewirkt und das Projekt ermöglicht haben, ist großartig und dafür sage ich Danke!"

 

In Wien haben Jugendliche beim "Wheelmapping" die Barrierefreiheit der Bundeshauptstadt auf die Probe gestellt. Eine weitere Gruppe machte sich auf die Suche nach den besten kalten Häppchen und den dazugehörigen Rezepten aus aller Welt, um über das gemeinsame Kochen und Essen Gemeinschaft zu stiften. In Oberösterreich erstellten Teilnehmende einen digitalen Rundgang, der Einblick in Demokratie und Menschenrechte in Linz gibt. In Niederösterreich wurde ein inklusiver Benefizlauf vorbereitet und bestritten. Im Rahmen eines Projektes in Salzburg wurde eine Begegnungszone der Generationen gestaltet und in Tirol erstrahlen die Stationen des Friedensweges zum Helenenkirchl in neuem Glanz.

 

Auch 2023 war Hitradio Ö3 wieder die große Bühne für "72 Stunden ohne Kompromiss": Ö3-Wecker-Moderator Philipp Hansa war im ganzen Land unterwegs, hat Schauplätze besucht und seine Eindrücke und Erlebnisse mit Österreich geteilt. "Es war einfach großartig, diese Lebensfreude, die Tatkraft und das positive Denken live mitzuerleben und ganz Österreich zu vermitteln. Der Blick nach vorne hat mich schwer beeindruckt und an dieser Stelle ein großes Danke an alle Jugendlichen im ganzen Land - ihr habt in so kurzer Zeit Großes geleistet und mir war es eine Ehre, dabei sein zu dürfen."

 

3 Projekte aus der Erzdiözese Wien

 

Olympia in Berndorf

13 Jugendliche von zwei siebenten Klassen der Schule in der Anton Krieger Gasse im 23. Bezirk in Wien planten für die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflege- und Betreuungsheims Berndorf eine Olympiade. Bei acht Stationen konnten die älteren Menschen sich im Dosenwerfen, Gegenstände Ertasten oder Papierflieger so lange wie möglich in der Luft halten üben.

 

Nieves, Wendy, Carina, Rene, Veronika, Iva, Marie, Ginny, Charlotte, Marisa, Nika, Natalie, Oliwia und ihre Lehrerin Maria waren mit Begeisterung und Engagement dabei.

 

Nika: „Für mich ist es eine neue Erfahrung. Ich wusste bis jetzt nicht, dass ich beruflich vielleicht einmal etwas Soziales machen möchte. Ich habe bei diesem Projekt gemerkt, dass es viel Spaß macht, es aber auch emotionale Momente gibt. Ich würde so ein Projekt sofort wieder machen.

 

Für die Religionslehrerin Maria war es selbstverständlich teilzunehmen: „Ich habe selbst mit 18 Jahren zum ersten Mal mitgemacht und wie ich Lehrerin geworden bin, war mir klar, dass ich das auch mit meinen Schülerinnen und Schülern machen möchte.“

 

Hinter den Kulissen: Das Nimmerland Filmprojekt

Das Wiener Nimmerland bietet eine Tour, die Einblick in das Leben eines ehemaligen Drogenabhängigen liefert. Für diese Tour machen Ella, Weronika, Maxl, Daniel, Jonas und Tara (aus der Jugendgruppe der Erlöserkirche in Wien 1230) gemeinsam mit ihrem Gruppenleiter Armin ein Video. Damit wollen sie Martin, der bei der Tour Jugendliche für das Thema Obdachlosigkeit und Drogenkonsum sensibilisiert, unterstützen sein Angebot bekannter zu machen.

„Wir sind als Gruppe bei diesem Projekt sehr zusammen gewachsen. Wir glauben wir haben das coolste Projekt bekommen, denn wir drehen ein Video genau nach unseren Vorstellungen und dürfen alles so machen, wie wir es möchten. Hier können wir unsere Kreativität ausleben.“ Sind sich alle einig.

 

Therapiehof Regenbogental

Oliver, Reka, Magdalena, Lea und Michaela aus der Jugendgruppe der Erlöserkirche in Wien 1230 haben dem Verein Regenbogental für ihre vorweihnachtliche Feier geholfen zwei Punschhütten zu bauen und die TierpflegerInnen bei ihrer Arbeit unterstützt. Dabei haben manche zum ersten Mal handwerklich gearbeitet und waren ganz begeistert. „Es ist so ein schönes Gefühl in der Früh aufzustehen und zu wissen: heute mache ich etwas wirklich Sinnvolles,“ freut sich Magdalena. Besonders gefallen hat den Jugendlichen, dass sie am Therapiehof so offen empfangen wurden und dass sie als Team zusammengewachsen sind.  

 

Infos: www.72h.at